Der Graue Kranich

Innerhalb der letzten 15 Jahre hat sich das Naturschutzgebiet bei Linum zu einem der größten Rastplätze für Kraniche in Europa entwickelt. Über 100.000 der eleganten grauen Vögel kommen jedes Jahr in das Gebiet, um Kraft für ihren Weiterflug in die Überwinterungsquartiere zu tanken. Tagsüber verbringen die Vögel ihre Zeit auf den abgeernteten Maisfeldern der Umgebung und futtern sich Kraftreserven an, abends fliegen sie in ihre Schlafflächen in den Teichen und vernässten Wiesen des Rhinluchs.

Über den Kranich

Der Graue Kranich ist einer von weltweit 15 Kranicharten. Hier kannst Du mehr erfahren.

Kranichsaison

Im Herbst rastet der Kranich in Linum. Die Storchenschmiede bietet dazu ein vielfältiges Angebot.

Ausstellung

Die Kranichausstellung kann während der Kranichsaison in der Storchenschmiede besucht werden.

Kranichbeobachtung

Den Kranich zu beobachten ist ein wundervolles Erlebnis. Man sollte die Tiere dabei jedoch nicht stören.

Über den Kranich

Der Graue Kranich – Vogel des Glücks

Der Graue Kranich oder Eurasische Kranich (Grus grus) ist einer der größten heimischen Brutvögel, aufrechtstehend kann er eine Größe von bis zu 130 cm erreichen, seine Flügelspanne beträgt über 220 cm. Seinen Namen verdankt er dem Erscheinungsbild seines Gefieders, welches hauptsächlich in unterschiedlichen Grautönen erscheint. Die schwarz-weiße Kopf- und Halszeichnung und die rote federlose Kopfplatte setzen sich bei den Altvögeln deutlich vom grauen Gefieder ab. Die verlängerten inneren Armschwingen und Schulterfedern bilden bei den Altvögeln eine auffällige Schleppe, die während im Erregungszustand, z.B. während der Balz buschig aufgestellt wird und den Vogel noch größer und eleganter erscheinen lässt.

Europäische Kraniche (Grus grus) © Klaus-Dieter Grahl

Kraniche sind Allesfresser, auf ihrem Speiseplan stehen sowohl kleine Tiere, wie z.B. Würmer, Insekten, Frösche oder Reptilien, aber auch pflanzliche Nahrung wie Körner, Nüsse oder Eicheln.

Europäische Kraniche (Grus grus) © Wolfgang Stürzbecher

Ihre Brutgebiete erstrecken sich vom Nordosten Europas bis in den Norden Asiens. Durch Ablesen beringter Kraniche konnte gezeigt werden, dass die in Linum rastenden Kraniche hauptsächlich aus Brutgebieten in Finnland, dem Baltikum, Polen und Deutschland stammen. Als Lebensraum bevorzugen Kraniche Feuchtgebiete, wie beispielsweise Nieder- und Hochmoore, Bruchwälder, Seeränder, Feuchtwiesen und Sumpfgebiete. Dort ist das Nahrungsangebot reichhaltig und das Wasser bietet Schutz vor Fressfeinden. Ihr Nest bauen Kraniche am Boden, umgeben von Wasser, um das Gelege für Feinde schwerer erreichbar zu machen.

Kraniche legen in der Regel zwei, manchmal auch drei Eier, welche sie abwechselnd bebrüten. Nach ca. 30 Tagen schlüpfen die Küken. Sie sind Nestflüchter und können innerhalb der ersten 24 Stunden bereits laufen und schwimmen und folgen ihren Eltern auf der Nahrungssuche in die Umgebung.

Im Alter von zehn Wochen unternehmen die Kranichkinder ihre ersten Flugversuche und bereits mit fünf Monaten geht es auf die Reise in die Winterquartiere, diese liegen zum Großteil im Süden Europas und in Nordafrika. Die Jungvögel sind während des Zuges auf ihre Eltern angewiesen, diese zeigen ihnen den Weg und schützen sie vor Gefahren. Die Kranichfamilien verbringen häufig den gesamten Winter gemeinsam und die Jungen bleiben oft auch noch auf dem Rückzug aus den Winterquartieren bei ihren Eltern. Erst mit Erreichen der Brutgebiete im Frühjahr werden sie von den Altvögeln verjagt.

Europäische Kraniche (Grus grus) © Klaus-Dieter Grahl

Kraniche führen ein komplexes Sozialleben. Früher ging man davon aus, dass sich Kranichpaare ein Leben lang treu sind, mittlerweile weiß man durch beringte und besenderte Vögel, dass dies nicht unbedingt der Fall sein muss. Dennoch gehen sie häufig langjährige Bindungen ein und haben eine sehr komplexe Kommunikation.

Mit einer Spende kannst Du die Storchenschmiede unterstützen! Jeder Beitrag zählt!

Das Spendenkonto: IBAN DE72 1605 0000 1000 5875 30
Verwendungszweck: Storchenschmiede Linum

Die Kranichsaison

Im Herbst wird es laut im Dorf


Kranich-Ticker: 8.300 Kraniche in Linum

Jedes Jahr im Herbst kommen die Graukraniche aus dem Norden nach Linum, um sich auf ihrer Reise in den Süden etwas auszuruhen.
In der Storchenschmiede kannst Du dich ausführlich über die faszinierenden Tiere informieren und mit uns auf eine Tour zum abendlichen Einflug zu den Schlafplätzen gehen.

Oder Du besuchst einen unserer Vorträge, in denen Dich ExpertInnen und Experten mit auf eine fotografische Reise durch Europa nehmen.

Schau gleich nach, wann die nächste Veranstaltung stattfindet und besuche uns und die Kraniche in der Storchenschmiede.

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Ausstellung

Den Kranich erleben

Von Mitte September bis Anfang November kann man in der Storchenschmiede alles Wissenswerte rund um den Graukranich und seine Lebensweise erfahren. Ein Audioguide führt Dich durch die Tour – auf Deutsch oder auf Englisch. Spielerisch können Kinder die Flugrouten der imposanten Tiere erfahren und eine Kranichfamilie in Lebensgröße begutachten. Außerdem kannst Du tolle Bildaufnahmen von unterschiedlichen Fotografen, welche die beeindruckenden Tiere in tollen Motiven festgehalten haben, bewundern.

Am besten rundest Du die Tour durch die Ausstellung mit der Teilnahme an einer Führung ab.

Mach mit! Engagiere Dich ehrenamtlich oder werde SchmiedefreundIn. Mehr dazu:

Kranichbeobachtung in Linum

Bitte nicht stören

Zwischen Mitte September und Anfang November kann man die rastenden Kraniche in Linum beobachten. Besonders beeindruckend ist es, wenn die Vögel morgens von ihren Schlafplätzen auf die Futterflächen und abends wieder zurück fliegen. Dann kann man die eleganten Vögel zu tausenden über den Köpfen hinweg fliegen sehen und ihr lautes Rufen schallt durch das Dorf und über die Felder.

Aber auch tagsüber lassen sich die Kraniche auf den abgeernteten Maisfeldern beobachten. Damit die Vögel hierbei nicht gestört werden sind jedoch einige Punkte zu beachten:

© KIaus-Dieter GrahI
© Wolfgang Stürzenbacher
© Sandra Becker
© Klaus-Dieter Grahl
© Sandra Becker
© Klaus-Dieter Grahl
© Sandra Becker
© Klaus-Dieter Grahl
© Klaus-Dieter Grahl

Straßenverkehr!

Der Verkehr sollte durch die Kranichbeobachtung nicht behindert werden. Halte nicht einfach auf den Straßen an, sondern nutze ausgewiesene Parkflächen.

Bleib in Deckung!

Am besten bleibst Du einfach im Auto oder versteckst Dich hinter Büschen oder Bäumen am Straßenrand. Betritt bitte keine landwirtschaftlichen Flächen oder Feldwege und respektiere die Absperrungen.

Rücksicht nehmen!

Wenn Du Anzeichen dafür erkennst, dass sich die Kraniche gestört fühlen (die Tiere blicken auf oder entfernen sich mit raschen Schritten) zieh Dich bitte unbedingt zurück.

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